Wann ist ein Ziel erreicht.. ?

Noch in Deutschland hat mir eine liebe Freundin diese Frage gestellt. Wann habe ich mein Ziel erreicht oder was muss der Status Quo sein, damit ich sage, mein Tansania-Projekt ist „erfolgreich“?

Die Frage beschäftigt mich seitdem und jetzt zurück in Tansania möchte ich gerne meine Gedanken mit Euch teilen.Wann ist mein Ziel erreicht? Grundsätzlich hat diese Frage ja seine Berechtigung und gerade ich als ehemalige Bankerin bin geneigt dazu, so eine Frage in Zahlen zu beantworten. Und dies könnte ich an dieser Stelle auch tun. Doch wollte ich einfach die Frage in diese Runde hier hinauspusten.

Und dazu möchten ich nochmal erzählen, dass, als ich ursprünglich beschlossen habe, meinen Job zu kündigen und als ehrenamtliche Entwicklungshelferin nach Tansania zu gehen der Treiber ein sehr egoistischer gewesen ist. Ich war auf der Suche nach Glück. Nach meinem Eigenen. In meinem Leben musste Veränderung her.Ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht, dass ich etwas positiv im Leben anderer bewirken möchte.

Das stand, um ehrlich zu sein, nicht auf meiner Agenda.

Doch in Tansania zu sein und die Aufgabe bekommen zu haben, Müttern und Waisenkindern zu helfen, hat meine Perspektive verändert. Es geht nicht mehr um mein persönliches Glück. Es geht darum, diesen wundervollen Menschen in ihrem Leben unter die Arme zu greifen. Menschen, die oft kein Dach über dem Kopf haben oder nur ein feuchtfröhliches. Die nicht genug Geld haben, um ihren Babys ausreichend Lebensmittel kaufen zu können. Die nicht ausreichend gebildet sind, um einer vernünftig bezahlten Tätigkeit nachzugehen.

Heute habe ich folgendes gelesen:„Alle Dinge, die von dir ausgehen, kehren zu dir zurück.SIEBENfach.

Ihr braucht euch also nicht darum zu kümmern, was ihr zurückbekommen werdet. Ihr braucht euch nur darum zu kümmern, was ihr gebt. Im Leben geht es darum, die höchste Qualität des Gebens zu erreichen, nicht die beste Qualität des Bekommens.“

Liebe Freundin zu Hause:Vielleicht ist das meine Antwort. Ziel erreicht.

Ich erfahre Glück, in dem ich den Menschen hier helfe, ihr Leben zu verändern. Ich sage nicht, dass das ein einfaches, ungetrübtes Glück ist. Ich bin weit weg von guten Freunden, die ich auch mal vermisse. Ein Ehrenamt bietet mir nicht die finanzielle Basis, die ich auch hier zum Leben brauche. Menschen kommen hier mit Sorgen an, denen ich oft erstmal nicht gewachsen bin.Doch trotz allem erfüllt es mich. Zeit und Trost und Unterstützung geben. Gemeinsam fröhlich sein.

Vielleicht sollten wir mal die Perspektive wechseln. Uns aus dem Ergebnis, was wir am Ende erhalten wollen mal rauslösen und mehr darüber nachdenken, was wir vorne geben. Und darauf vertrauen, dass das Geben zu uns zurückkehren wird – SIEBENFACH.Siebenfache Glücksmomente für uns Alle!

Wäre das nicht toll?

Auf Rückmeldung von Euch freue ich mich!

Eure Mariya

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