Happiness….

Happiness is not happy…?

Eigentlich schreit ein Name wie Happiness danach, dass Glück im Leben der Namensträgerin quasi gar nicht anders kann, als einfach da zu sein.

Doch diese Tage leider nicht.

Happiness ist eine Schülerin der „neuen“ Nähschule in Tengeru. Sie hat sich im Sommer bei uns vorgestellt. Ihr Gemeindepfarrer, Father Peter, hat uns in Kontakt gebracht mit bedürftigen, armen Mamas oder jungen Frauen, damit wir auch die richtigen Schülerinnen für das Projekt finden.

Happiness war auch dabei. Eine junge, süße lustige quirlige Frau, die mit ihrem Mann auf  dem Gelände der Kirche wohnt und da, wo es Arbeit gibt mithelfen. Einen festen Job haben sie leider beide nicht.

Unsere Freundin Jovitha ist ja vor Ort und besucht gerade fast immer den Unterricht, um sicherzustellen, dass auch alle fleißig sind. Und schickt uns ein paar Bilder! Und irgendwann schickt sie Happiness ´Bild mit dem Satz Happiness was not Happy today…

Und wisst Ihr wa? Jovitha´ s Info und die Begründung lässt mich nicht mehr los. Denn Happiness hatte einfach Hunger. Weil sie und ihr Mann keine Arbeit haben, gibt es öfters Tage, an denen sie nichts Essen oder nur eine Mahlzeit am Tag. Hm…. Ich sitze gerade mit Weihnachtsplätzchen und Tee an meinem Tisch. Und ich hatte definitiv mehr als genug Mahlzeiten heute. Und gestern..und vorgestern. Und obwohl ich so viel selbst vor Ort bin und weiß, dass das bei sehr vielen genau so ist, wie bei unserer Happiness packt es mich bei jedem dieser Erlebnisse von neuem.  Oh. Sie hat Hunger.  Klar …und wahrscheinlich fast alle der Schülerinnen auch irgendwie immer wieder mal. Wie konnte ich da nicht vorher darüber nachdenken?

Annett hat auch direkt reagiert mit einem Sack Reis für unsere „Mädels“. Und die Schülerinnen nehmen jetzt nicht nur am Nähunterricht teil, sondern werden auch in Gartenanbau unterrichtet. Es gibt ein Stück Land der Missionairies, welches wir quasi nutzen dürfen zum Unterrichten/anbauen. Das ist großartig! Und ich bete, dass wir noch mehr Mädels und deren Familien satt machen können. Und ausbilden – damit sie sich selbst helfen können.

Denn Happiness steht für mich so sehr für die wunderbaren Menschen hier in Tansania. Die so viel Fröhlichkeit und Energie versprühen – obwohl sie im Wahrsten Sinne des Wortes nicht wissen, was sie morgen zum Essen auf dem Tisch haben werden.

Nachdenkliche Adventsgrüße an Euch –

Eure Mariya

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