Ein Glückskoffer

Höchste Zeit für einen Blog.

Ich wurde schon darauf aufmerksam gemacht, dass es so ruhig um mich herum ist.

Annett von Hand in Hand for Tanzania war gerade aus Deutschland zu Besuch. Und da ist immer viel los. Die Zettelchen und Bilder für meinen Blog landen da am Ende des Tages oft nur in einer Mappe und warten darauf, weitergetragen zu werden. Mir geht es also gut und heute gibt es die Geschichte vom Glückskoffer.

„Samaritan Orphanage“ ist ein Waisenhaus, welches von uns unterstützt wird. Vor ein paar Jahren wurde dort eine Miniklinik gebaut/Dispensary wo Annett vor ca. einem Jahr ein Ultraschallgerät spenden konnte. Es ist immer schön zu sehen, dass Menschen aus der Gemeinde Zugang zu einer vernünftigen medizinischen Versorgung haben. Nachdem Annett hier bei 2 Patienten bei der Untersuchung mit reinschauen konnte sind wir ins Waisenhaus rüber. Die älteren Schüler waren in der Schule. Die „kleinen“ Zuhause.

Es riecht etwas streng – … nach Baby, Pipi und sonst so Zeug…  die Babies spielen auf einem Teppich, der selbst schon streng riecht. Egal. Luft anhalten und durch 😊 Ein nur ein paar Monate altes Zwillingspärchen sitzt da schon und wartet auf uns. Und dann kommen die Kids, die eigentlich hätten Mittagsschlaf machen sollen auch da zu und ruck zuck haben wir eine Party.

Musik von den Nannies und glückliche klebepatsche Hände überall um uns herum. Aber es war wunderbar. Die Kinder würden sich bestimmt über mehr Aufmerksamkeit freuen. Wegen Corona kommen quasi keine Volontäre. Die Nannys machen eine wunderbare Arbeit – doch bleibt einfach nicht viel zusätzliche Zeit, um die Kinder in Ruhe zu verknuddeln. Heute machen das Annett und ich.

Und dann ist da noch dieser Kofferinhalt, den Annett von einer Freundin zuhause mitgebracht hat. In ganz viele Beutel verteilt hat sie das heute mit dabei und stellt es auf den Tisch. Hosen, Oberteile, Schuhe, Mützen, Regenjacken – der Wahnsinn. So viele tolle Sachen. Und die Kinder sind so aufgeregt und rennen sofort mit der Klamotte, die wir ihnen in die Hand drücken los zum aus/umziehen. Jacke an und wieder aus. Schuhe? Nein ? nicht schön genug? Ok! Dann andere. Und so weiter. Mützen gehen von Kopf zu Kopf. Jeans hängen auf Halbmast. Ein kleines Kind bleibt leider bis zum Ende ohne Mütze weil einfach keine passende mehr da war…brenzlig. Doch wir konnten dafür mit coolen Schuhen aufwarten und die gute Laune war gesichert.

Erstaunlich – egal wo wir sind auf dieser Welt. Diese Kids wissen schon ganz genau, was sie mögen und nicht. Es war so wunderbar, deren strahlende Gesichter zu sehen, als sie in den neuen Klamotten dastanden. Pure Freude! Ich weiß nicht, ob die Kofferpackerin in Deutschland sich darüber klar war, dass neben dem Nutzen natürlich hier noch so viele glückliche Kinderaugen für uns und sie gestrahlt haben.

Vielen Dank für den Glückskoffer!

Herzliche Grüße aus Arusha.

Eure Mariya

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