Einen kleinen Gruß zum Wochenbeginn…

Die letzten 3 Wochen haben mir ganz schön was abverlangt. Fuß verstaucht, blöd rumliegen, dann wieder los gehen (langsam langsam). Feststellen, dass nicht alles so läuft, wie man es sich so vorgestellt hat. Pläne begraben, neue schmieden. Puh.Doch ihr sollt ja auch wissen, dass es nicht immer rund läuft.Ob die Pandemie Grund dafür ist oder einfach der normale Wahnsinn? Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.Doch mussten wir in fast allen Nähprojekten nachjustieren, weil quasi nichts passiert ist.Ich kann Euch gar nicht sagen, wie groß meine Enttäuschung gewesen ist, als ich nach einigen Wochen hin und her rennen feststellen musste, dass die Dinge nicht gut aussehen.Doch als ich bei den Projekten vor Ort war und gesehen habe, dass da aufgrund von fehlenden Besuchern und Spenden einfach die Sorgen sich nicht ums nähen drehen sondern darum, genug essen auf dem Tisch zu haben für alle Kinder. Da kann ich schon verstehen, dass sie nicht noch geschaut hat, ob der Nähunterricht gut besucht ist.Doch unten seht Ihr ein paar Bilder. Wir haben den Unterricht am Samstag wieder gestartet. Ein paar Regeln fest gezurrt und Mut gemacht, dass die wunderbaren Dinge, die sie hier nähen werden auch Käufer finden wird oder sie auch für sich selber Dinge nähen können, die das Leben für sie erleichtert.

Und dann hat mich heute morgen „unser“ junger Greyson, der sich um Garten, Schutz und sonstiges kümmert wachgeküsst (natürlich nicht im wahrsten Sinn des Wortes) . Er ist neu bei uns und hat (ohne dass ich gefragt habe) einfach mein Auto gewaschen. Es hat nach Wasser geschrien! Die letzten Wochen in denen ich abwechselnd durch Schlamm und Staub gefahren bin haben ihm ganz schön zugesetzt.Und ich habe die ganze Zeit schon gedacht, dass es ganz dringend eine Wäsche braucht.Und dann war es heute morgen einfach schon erledigt. Und ich habe mich so gefreut, dass ich ihm ein kleines Taschengeld gegeben habe (weniger als 2 EUR Gegenwert). Dank Google Translate und eigenen Sprachkenntnissen konnte ich ihm auch erklären, warum er das bekommt.Als Greyson fertig war kam er und hat Folgendes in mein Telefon getippt:Liebe Maria, herzlichen Dank.In dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin gab es ganz oft Tage, an denen wir nichts oder nur einmal am Tag was zu Essen bekommen haben. Wir sind es gewohnt ohne Essen durch den Tag zu kommen. Aber Dank Dir werde ich heute Mittag etwas zu Essen haben.…..

Habt eine schöne Woche! Mit Essen auf dem Tisch.

Eure Mariya

Ein Gedanke zu „Einen kleinen Gruß zum Wochenbeginn…“

  1. …ich lese deinen Newsletter immer so sehr gerne… weil du mir aus dem Herzen schreibst und weil ich dann immer sehe, dass es bei anderen auch Herausforderungen gibt. Ich muss am Mittwoch schweren Herzens für ein paar Wochen nach Deutschland. Hoffe aber, dass ich im Oktober wieder herkommen kann. Halte die Ohren steif! lg Elke

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