Lebenszeichen

Wie im Fluge vergeht die Zeit. Schon bin ich etwas über einen Monat in Deutschland.

Egal, wie lange oder kurz meine Besuche hier ausfallen, es ist immer eine Menge los und ich habe auch immer diese Zeit, in der ich zwar da bin, aber auch irgendwie nicht.

Zwischen diesen so verschiedenen Welten zu pendeln fühlt sich manchmal richtig unwirklich an.

Und ist aber auch so wichtig. Durchatmen, arbeiten, Menschen von meinen Projekten zu berichten ist für mich unglaublich wichtig. Ohne diese Zeit in Deutschland wäre es mir nicht möglich, meine Zeit in Tansania zu finanzieren und auch Geld für die Projekte einzusammeln.

Und, obwohl ich manchmal ahne, dass sich Dinge ergeben werden, weiß ich es am Anfang aber oft noch nicht, was wie geht und nun, ein paar Wochen weiter habe ich ordentlich Arbeit und auch wieder die finanzielle Basis für die Projekte ausbauen können. Nach wie vor scheint dieses Leben das Leben zu sein, welches zu Leben meine Bestimmung ist. Dafür bin ich sehr dankbar!

Anbei ein paar Bilder, die ich von meinen Freunden aus Tansania geschickt bekommen habe, damit ich auch weiß, was sie machen ohne mich.

Ein weinendes Auge – weil ich sie alle sehr vermisse.

Und ein lachendes Auge -weil ich glücklich bin, dass ich in der Zeit hier in Deutschland wieder die Basis schaffen konnte, auch wieder zurück zu gehen.

Also kneife ich mein weinendes Auge zusammen und zähle die Tage bis zur Rückkehr im Januar.

Und genieße es, mit Freunden zu sein und quasi jeden Tag Lieblingsessen zuhause gekocht zu bekommen. Nicht ständig aus dem Straßenverkehr gezogen zu werden (was in Tansania gefühlt ja ununterbrochen vorkommt) und nicht ständig irgendwelche Strafzettel runterverhandeln zu müssen ist auch ein Traum.

Liebe Grüße aus zwischen zwei Welten!

Eure Mariya