Für Freunde gekocht

Auf den Spuren von Pilaw, Kuku, frittierten Bananen und mehr..

Ich liebe das Essen in Tansania einfach. Egal, wo ich bin, erhalte ich fast immer nur leckeres Essen. Ich wähle meistens die vegetarische Variante, da das Fleisch, was hier beim Metzger so „rumhängt“ einfach nicht so gut aussieht und mir dann auch ganz oft einfach nicht schmeckt.

Bei meinem letzten Besuch in Monduli haben die Mamas für mich „Kuku na Chipsi“ gekocht (Brathühnchen und Pommes) und ich fand es so eine tolle Idee, dass ich für meinen Besuch in der letzten Woche ein Gegenkochen veranstalten wollte und das auch gemacht habe.

Ich bedeutet in diesem Falle Tanja, mein Besuch aus Deutschland, Christopher und seine Frau Mary, Mama Vinzenti, die die Chefin in dieser Runde gewesen ist, Jafet, Julius und ich.

Jafet hat uns nach Monduli gefahren. Uns und zwei tote Hühner, ein totes Rind und Tonnen von Reis, Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und mehr. Auf dem Speiseplan standen Pilaw (ein toll duftendes, mit Masala gewürztes Rindfleischgericht), frittierte Bananen und Kartoffeln, gebackene Hähnchenteile, ein Curry mit Rindfleisch und Gemüse, Krautsalat, Wassermelone, Mango und Ananas.

Was für ein Spaß aber auch wie viel Arbeit. Wie man einfach schnippelt und kocht und frittiert mit nichts als mehreren Plastikeimern, 1 Minisparschäler, ein paar Messern, Töpfen, Mörser. Wir Frauen haben 5 Stunden lang Holzfeuer gemacht, Karotten mit einem Minisparschäler geschält (also Tanja), Kraut mit Minisparschäler oder Messer in Ministücke gehobelt, Knoblauch und Koriander zu einer Paste verarbeitet, gerührt, geschwitzt, probiert, Kartoffeln geschält, noch mehr gerührt und gekocht. Richtig klasse.

Mary hatte Schürzen und Kochhauben für uns dabeigehabt. Wir haben die nach dem Kochen zum Servieren angelegt. Jedes Gericht und jede Beilage hat seinen eigenen Plastikeimer erhalten, aus dem wir dann in die Teller geschöpft haben. So wie es sich hier gehört wird all das auf einem Teller aufgehäuft und dann mit den Fingern gegessen. Das heiße, flüssige Curry war da eine ganz schöne Herausforderung.

Aber als ich da so saß mit fast 20 Kindern, den 4 Mamas, Pastor Peter und seiner Frau, Judith (die Nählehrerin) und meinen Mithelfer-Freunden und den Blick schweifen lies über diese Runde war ich zutiefst dankbar ein Teil davon sein zu dürfen. Diese Menschen, die oft nur einmal pro Tag eine Mahlzeit zu sich nehmen. Fleisch so gut wie nie, Reis eher selten. Und nun dieses Festmahl. Das ist zu schön und da ich alle schon eine Weile kenne hat es sich für mich angefühlt, als bin ich Gastgeberin, die mit Freunden gekocht hat, um noch mehr Freunde zum Essen einzuladen. Definitiv ein Zuhause-Gefühl!

I

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch schöne Erlebnisse mit Freunden!

Eine Freundin –

Mariya

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