Hand in Hand unterwegs mit Annett…

Welten verändern

Wie schön es doch ist, wenn man Freunde zu Besuch hat. Freunde, wie Annett, für deren Verein Hand in Hand for Tanzania e.V. ich hier in Tansania tätig bin (sein darf :-))

Eine Freundin, die Tansania und seine Menschen ins Herz geschlossen hat. Die neben ihren Jobs in Deutschland mit ihrer Familie die Energie und Zeit investiert hat, einen Verein zu gründen, Menschen jeden Tag für ihre Sache zu begeistern. Und ich bin sehr dankbar, hier in Tansania ein Teil von dem Ganzen sein zu können. Die Projekte mit voranzubringen, die sie auf der Agenda haben. Und daher genieße ich ihren kurzen Besuch und kann in meiner eigenen Sprache berichten, was wir alle gemeinsam auf den Weg bringen konnten.

Eine davon ist Mama Vincent, der wir Kapital zur Verfügung gestellt haben, damit sie Obst und Gemüse verkaufen kann und sich und ihrer Familie damit eine Existenz aufbauen kann. Mama Vincent wurde von ihrem Mann verlassen. Ihr 15- jähriger Sohn versucht mit vielen kleinen Jobs einen Beitrag zur Lebenshaltung zu leisten, doch leicht ist das nicht. Und dann ist da ihr kleines Haus. Das Gute: es ist ihr Haus. Das Schlechte: ich sitze hier und sehe den Lehmboden und die Lehmwände und kann spüren, wie es hier zur Regenzeit aussehen muss. Denn sogar jetzt, wo die Regenzeit noch gar nicht richtig los gegangen ist (obwohl wir jeden Tag so fieberhaft drauf warten), ist alles etwas moderig. Und zu viele Häuser habe ich in der letzten Regenzeit gesehen, die sich quasi in undichte Ungetüme verwandelt haben, in denen Leben eine noch härtere Herausforderung ist, als es eh schon jeden Tag der Fall ist.

Daher haben wir nun mal angefragt, was eine Instandsetzung dieses Zuhauses kosten würde. Wir warten noch auf ein detailliertes Angebot, doch mit ca. 1000 EUR ist zu rechnen.

Nur 1.000 EUR oder oh weh, 1.000 EUR?! Ich weiß es nicht. Anbei ein paar Bilder von dem Zuhause. Vielleicht möchte ja jemand von Euch mit dazu beitragen, dass wir dieser Mama ein bisschen Gemütlichkeit ins Haus bringen können. Dann kommt bitte auf mich zu!

 

Weiter ging die Besuchstour nach Monduli mit Annett. Hier zahlen wir bereits Mieten und/oder medizinische Check-Ups für insgesamt 4 Familien. Wir haben Mama Bertha gebauchte Kleidung überlassen, damit sie diese verkaufen und so ihr eigenes Business starten kann. Wir haben aber auch von einer Mama gehört, dass sie HIV Positiv ist und zur Zeit gesundheitlich angeschlagen ist. Das Business, was sie gerne machen wollte, kann sie leider nicht machen. Joyce wollte Kochen, um für ihre 4 Kinder eine Lebensgrundlage zu schaffen. Mit Kochen bekommt sie leider keine Kunden bzw. mit der HIV-Positiv Diagnose darf sie nichts machen, wo sie mit Lebensmitteln in Berührung kommt.

Nun überlegen wir eventuell eine Nähmaschine zu organisieren und aus dem Ort einen Lehrer. Nähen ist hier in Tansania ein sehr wichtiges, etabliertes Business. Die Einheimischen kaufen sich die bunten Stoffe und lassen sich ihre Sonntagskleidung und auch sonst sehr vieles schneidern.

Abgerundet haben wir die Tour mit dem Besuch von Kristina, die ebenfalls aus der Gruppe in Monduli ist. Sie ist 57 Jahre alt und wohnt mit einer Tochter und 4 Enkelkindern in ihrer Shamba. Eine ihrer Töchter hat ihre zwei Babys mit Kristina gelassen und ist verschwunden. Sie betreibt Landwirtschaft und macht das schon ganz gut. Wir möchten hier einen Freund von uns mitnehmen der Massai Familien hilft, Grund und Boden optimal zu bewirtschaften. So können wir ihr etwas unter die Arme greifen, dass sie ihre Felder noch besser nutzen kann. Auch ihr Haus ist leider in einem sehr bemitleidenswerten Zustand und da sind die nächsten Pläne auch, stückweise instand zu setzen – je nachdem, wie sie Geld dafür zur Verfügung hat.

So viel Gutes ist schon passiert. Annett war recht still auf der Rückfahrt. Denn viel Gutes ist angeschoben, doch manchmal stopfen wir ein Loch und dann gibt es gleich um die Ecke ein Anderes. Das stimmt nachdenklich. Aber auf der anderen Seite stopfe ich liebend gerne dieses eine Loch mit Eurer Hilfe als gar nicht erst anzufangen. Ich konzentriere mich auf diese eine kleine Familie und mag es noch so ein kleines Stück der Welt sein – für diese Familie bedeutet es deren ganze Welt.

Also machen wir weiter und verändern kleine Welten.

 

Ich drück Euch

Eure Mariya

 

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