Auf Wiedersehen in Tansania

….. oder wie wirklich schon wieder ein Jahr vorbei ist.

Nun ist es fast auf den Tag 1 Jahr her, dass ich in Tansania im Neema Village angekommen bin und das Mothers Against Powerty Programm aufgebaut habe. Mir einen Traum erfüllt habe.

Nach einem Jahr kann man (und ich will 😊) Resume ziehen. Ich hatte ein Meeting letzte Woche. „Meine Mamas“ haben Bericht erstattet, wie es Ihnen geht, welche Probleme sie haben und was sich verändert hat in ihrem letzten Jahr. Neben mir saß Mama Rachel, die mit knapp 20 Jahren eigentlich selbst ein Kind ist und als sie dann noch gesagt hat, sie fühlt sich, als wenn sie mit mir auf einmal eine Mama und Familie hätte, ist mir doch ein Kloß im Hals stecken geblieben.

Ich habe unermüdlich die Rädchen für diese Mädels gedreht. Mal mit mehr mal mit weniger Erfolg. Auch öfters mal mit ordentlich Frust. Ich bin sehr stolz auf die meisten und habe deren kleinen Mäuse alle liebgewonnen. Doch im turbulenten Auf und Ab im Alltag habe ich mir nie Gedanken gemacht, was diese Mädels in mir sehen. Die Geldgeberin? … es scheint noch ein bisschen mehr zu sein und irgendwie ist das schön. Ich war nicht auf der Suche nach einer Familie, doch ein bisschen Familienanschluss fühlt sich gar nicht schlecht an.

23 Müttern haben wir in meinem Jahr mit Lebensmitteln, Wohnraum, medizinische Versorgung für die Babys und dann mit dem Start ihres Business geholfen. Regelmäßige Seminare finden in „meinem Mütter Center“ statt. Eine Nähschule ist entstanden.

All das mit toller finanzieller Unterstützung von Euch! Danke dafür!

Wir haben Leben verändert – und zwar nicht wenige!

Und meines wohl am meisten.

Ich kann (gebrochen) Kisuaheli sprechen, Hühner umziehen, bis zum Umfallen Kinderlieder auf Englisch und Kisuaheli singen, einen Berg besteigen, auf dem Maasai Markt sensationelle Preise verhandeln, in einem großen Auto bei Linksverkehr durch den verrückten Straßenjungle fahren oder über riesen Schlaglöcher in unbefestigten Straßen fahren, einen Polizeibeamten überreden mir keinen Strafzettel für zu schnell fahren zu geben, nicht ausflippen, wenn geplante Termine einfach eine Stunde später losgehen, weil jemand noch schnell irgendwas erledigen musste bevor er Zeit für mich hat. Ich weiß, wie man nein, ich will Dich nicht heiraten sagt, wenn man diese wichtige Frage quasi am vorbei gehen gestellt bekommt. Ich bin gewachsen – jeden Tag ein bisschen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Und daher genieße ich meine letzten Wochen im Neema Village. Im Dezember geht es nach Deutschland in den Weihnachtsurlaub und danach wieder zurück nach Arusha! Ich habe mich dazu entschlossen, zu verlängern. In einem anderen Projekt – doch dieses hier weiß ich in guten Händen und werde bestimmt auch regelmäßig reinschnuppern um zu sehen, wie es „meinen Mamas“ und den Neema Village Babies geht.

Zum Neema Village Abschied gibt es ein paar Bilder von Mamas, ihren Babys und mehr😊

Meine Reise in Tansania wird weiter gehen. Es gibt schon ein neues Projekt für mich  – doch konkreteres gibt es dazu zu einem späteren Zeitpunkt.

Ich sag Dankeschön an die Fortsons, die mir diese tolle Chance gegeben haben und all die, die mir hier täglich mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind.

Und Kwaheri – auf Wiedersehen in Tansania!

Eure Mariya

 

4 Gedanken zu „Auf Wiedersehen in Tansania“

  1. Liebe Mariya, immer wieder mal habe ich im vergangenen Jahr reingeschaut in Deinen wunderbaren Blog. Jedesmal bin ich gerührt gewesen von Deinen Geschichten aus Deinem neuen wirklichen Leben. Und jedesmal hab ich mich unbändig gefreut, dass Du so glücklich bist darin. Ich freu mich für Dich, dass Du diesen Weg weiter gehst!
    Ganz liebe Grüße und dicke Umarmung von Deiner ehemaligen Nachbarin Susanne 🙂

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    1. Liebe Susanne, was für eine tolle Überraschung, dass Du mir quasi gefolgt bist auf meiner Reise! Ich bin selber unfassbar dankbar, das so erleben zu dürfen. Intensiv und lehrreich und leben verändernd. Am meisten wohl mein Eigenes. Ganz liebe Grüße zurück an Dich!
      Ich drück Dich
      Mariya

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