Mama Happy….

…. oder die Hühner sind los!

Diese Chickenbusinesse verfolgen mich bis in den Schlaf. Es ist einfach immer eine riesen verrückte Sache hier und jedes Mal geht es drunter und drüber und darum habe ich Mama Happy´s Geschäftsgründung rausgezögert, bis eine zweite Mama auch soweit war und ich quasi „alles in einem Aufwasch“ über die Bühne bringen konnte.

Weit gefehlt… ich denke, der liebe Gott hat sich gedacht: nein, liebe Mariya.. und wenn Du noch so gerne so schnell und unkompliziert wie möglich diese Sache hinter Dich bringen möchtest: Das ist Afrika und es kommt alles nicht so, wie Du es möchtest😊

Und so ist es dann auch gekommen: erst war alles noch ganz fein. Mama Happy abholen. Die hat sich hübsch gemacht für den großen Tag und ihr kleines Baby auf den Rücken gebunden. Die anderen zwei Kinder bleiben bei den Mädels der Nachbarschaft. Dann gehen wir die Hühner kaufen und Futter/Wasserbehälter.. und dann geht es zu Rehemas Haus. Rehema ist eine unserer Nannies ,die aber auch die Cousine von Mama Happy ist. Mama Happy hat uns die ganze letzte Woche erzählt, dass sie dort wohnen kann und dass Rehema einen Hühnerstall hat, in dem sie ihre Hühner unterbringen kann. Bei unserer Ankunft war leider kein Hühnerstall da und nach langem hin und her hat die bezaubernde Rehema eines ihr „Zimmer“ für die Hühner freigemacht. Luxus-Hühnerstall 😊 … und wir sind wieder los mit Mama Happy um nun ihre Sachen umzuziehen.

 

Als wir am Nachmittag dann auf dem Weg zurück zu Rehema sind ist das Auto vollgepackt mit 2 Betten, Matratzen, Koffern und 3 Kindern und 3 Helfern. Ich habe mich die ganze Zeit gewundert, dass mir wirklich gar nichts bekannt vorgekommen ist von dem morgendlichen Besuch. Aber da ich manchmal auch wirklich keinen guten Orientierungssinn besitze habe ich nicht weiter darüber nachgedacht. Als wir dann aber auf Rehemas Fingerzeig wo stehen geblieben sind, wo definitiv nicht Rehemas Zuhause ist hatte ich doch mehr als ein Fragezeichen in meinem Gesicht.

Es war heiß und staubig, 60 Hühner an zwei verschiedene Plätze ausgeliefert und dann das? Und Rehema erzählt mir ganz stolz, dass sie spontan dieses Zimmer gefunden hat. Und ich habe einfach nicht kapiert, warum Mama Happy nicht bei ihr wohnt. Das war nämlich, was wir doch eigentlich besprochen haben. Und die Hühner waren doch dort. Und so ging das hin und her bis ich dann einfach die Sachen habe ausladen lassen. Verärgert, dass keiner mit mir vorher gesprochen hat. Rehema und David, mein Fahrer, sehr pikiert, dass ich so ärgerlich bin.

Wir haben Rehema dann mit ins Neema Village genommen. Sie musste zur Arbeit. Nach einer heißen Dusche und Zeit zum Abreagieren habe ich mich dann nochmal in unserer Babystation aufgemacht zu Rehema. Auf mein Nachfragen hier kam raus, dass die Arme überhaupt nicht wusste, dass wir an diesem Tag kommen würden (mit Hühnern im Schlepptau 😊)Wahnsinn. Mama Happy, das Huhn, hat die ganze Zeit zu uns gesagt, alles klar. Rehema kümmert sich und dann hat Rehema gar nichts davon gewusst. Das hat mir so leidgetan-denn dafür hat sie wunderbar und so freundlich reagiert – wie ich es ganz sicher nicht hinbekommen hätte. Bei dem Gedanken an die Hühner in einem ihrer Zimmer wird mir immer noch ganz anders 🙂

Tja, das ist Afrika. Plane von langer Hand und alles kommt eh ganz anders!

Und: hab immer ein Zimmer frei für Hühnerübernachtungsgäste!

Eure – jetzt wirlich schon professionelle Chickenbusiness-Starterin –

Mariya

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