24. November 2017 – ereignisreiche Tage..

… oder wie wir „Nicht“ ins Einwanderungs-Gefägnis mussten sondern dafür Thanksgiving gefeiert haben.

Vorab: ich wollte eigentlich heute nur schöne Bilder von süßen Babys, netten Menschen und der tollen Natur schicken damit Ihr seht wie schön ich es habe. Die Bilder gibt esu auch aber ich kann wirklich nicht schreiben, dass ich entspannte Tage hinter mir habe, weil das nicht stimmt 😊)

Ich schreibe aber darüber: also ist alles halb so wild. Eines habe ich ganz klar gelernt die Wochen: das ist Afrika und nichts geht so wie geplant.

Der Auftakt war wohl ein „kurz“ zur Post gehen (wegen einem Päckchen von einer ganz lieben Freundin, mit hoffentlich wahnsinnig lecker Schokolade drin😊) Also habe ich Emily davon überzeugt, dass wir doch „schnell“ zur Post fahren könnten um zu schauen, ob was für mich da ist. Emanuel, ein Mitarbeiter/Fahrer hier hat uns noch bestärkt und gemeint, gar kein Problem. Er hat uns den Weg erklärt (wir sind selber gefahren), hat uns den Schlüssel des Postfaches in die Hand gedrückt und gemeint: wenn da gelbe Zettelchen drin sind, dann ist auch ein Paket da, das bekommen wir dann am Schalter😊 So war es dann auch. Nachdem wir ungefähr dreimal an der richtigen Poststelle vorbeigefahren sind, haben wir sie gefunden. Postfach gefunden, Schlüssel umgedreht, 3 (!)gelbe Zettelchen drin. Ole ole. Ich habe Emily jetzt schon geschwisterliches Teilen in Aussicht gestellt. Wir sind also runter an den Schalter. Die nette Dame hat uns (mit Händen und Füßen)erklärt, dass das Päckchen nicht hier ist sondern in der Filiale im Stadtzentrum. Puh – für mich ist dieser Stadtverkehr immer noch ein Albtraum. Autofahren ist quasi lebensbedrohlich. Aber die Aussicht auf das Packerl haben mich und Emily (sie ist gefahren) motiviert. Also zurück ins Stadtzentrum, im Stau stehen, Parkplatz suchen, rein in die Post, Zettelchen abgeben und wieder: Ole ole- ein Päckchen. Aber leider nicht für mich ☹ Verdammt. Ich war so was von enttäuscht. 2 Stunden durch die Gegend tingeln für nichts. Wir haben uns aber noch mit einem leckeren Eiskaffee für umgerecht 5 USD belohnt – als Ausgleich quasi.

 

Dann geht es weiter am nächsten Tag mit „schnell“ ein Baby abholen aus dem Krankenhaus. Schnell hin, irgendwo geparkt, dann quasi von einer Station zur nächsten geschickt, bis wir endlich da waren wo wir hin wollten. Wir haben Flip Flops angezogen bekommen und durften auf die Babystation die süße Alat abholen. Tausende Formulare und Schweißtropfen später standen wir dann endlich wieder auf dem Parkplatz und sind nach Hause gefahren.

 

Im Neema Village hatte ich mich dann erst mal hingelegt um dann aufzuwachen und zu hören, dass die Menschen von der Einwanderungsbehörde dagewesen sind und festgestellt haben, dass Emily und ich „in trouble“ sind, weil wir falsche Dokumente haben. Ähm????? Ziemlich schnell war klar, dass die uns gerne mitnehmen würden (wohin auch immer) und 600 USD pro Person haben wollen um einen „Pass“ auszustellen, der uns erlaubt hier zu bleiben. So ein Gespräch ist tatsächlich immer ein abwiegen von „wie verhalte ich mich richtig“ bezahlen? .. nicht bezahlen, Schmiergeld anderweitig anbieten? (denn leider funktioniert Tansania leider sehr oft so). Aber hier haben wir uns für Schweigen und nicht bezahlen entschieden. Dann haben wir sehr viele Menschen angerufen. Unter anderem auch George, der unsere ganzen Einreiseformalitäten für uns erledigt hat. Er hat dann wiederum die Herren der Behörde kontaktiert und dann ging das noch ein bisschen weiter, bis wir diesen Montag jemanden da hatten, der uns erkärt hat, das alles okay ist .. .puh. Kein Einwanderungs-Gefängnis. Da freu ich mich doch sehr 😊

Das Ganze haben wir dann gestern mit einem schöne Thanksgiving Essen verarbeitet (was wir vorher 2 Tage lang vorbereitet haben).(Wir haben auch nur 3 Stunden gebraucht, um einen Kürbis zu finden (welchen Emily unbedingt für den Kürbis Pie haben wollte). Nichts läuft je, wie geplant 😊. Und dann haben wir für uns und für die Volontäre im Haus aufgekocht. Das war in der Tat ein toller Spaß!

Jetzt hoffe ich, dass ruhigere Tage ins Haus stehen.

Und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Fahrt zur Post, die ja noch aussteht die Tage (weil ich die Hoffnung auf mein Pakerl noch nicht aufgegeben habe).

Schöne Adventszeit für Euch!

Eure Mariya

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