15. Oktober – Alltag im Neema Village…

.. oder was für ein Glück!

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Schon wieder ist eine Woche vorbei. So langsam hab ich so meinen/einen Rhythmus gefunden. Im Moment noch etwas wild durcheinander, weil unser Mütter Programm noch sehr spontan mal Ideen braucht und Dorris und Michael heute für ein paar Wochen in die USA fliegen und so noch „schnell“ das ein oder andere an Info an mich weitergegeben wird.

Wie läuft so ein Tag im Neema Village üblicherweise ab?

Es gibt Frühstück um 8 Uhr. Wenn wir Glück haben (was relativ oft der Fall ist), dann gibt es auf dem Weg zum Volunteer Haus einen Blick auf den Kilimandscharo in der Ferne. Wer bitte auf dieser Welt kann von sich behaupten, jeden Tag einen Blick auf den höchsten Berg Afrikas zu haben? Wir hier 😊..

Dann gibt es lecker Frühstück, welches uns Safina kocht. Safina ist für unser leibliches Wohl zuständig und sie zaubert jeden Tag mit einem fröhlichen Lachen Rühreier, Mangos, Ananas, Pencakes.

So gestärkt gehen wir an die Arbeit.

Im Moment sind 45 Babys bei uns. Auf dem Weg zur Arbeit gibt es einige Begrüßungsfloskeln die wir mit jedem Guard, Feldarbeiterin, Köchin, Waschfraun, Nanny und Kind auf dem Weg zum Babyhaus austauschen. Ich bin quasi schon in Schweiß gebadet vor lauter Anspannung und Hoffnung, dass ich alle richtig begrüße! Dann die Kinder. Da hat man mindestens 3 auf dem Schoss, wenn man bei den Crawlern (Krabbelgruppe) oder Toddlern (die können schon laufen ist). Gerne prügeln sie sich auch lautstark und unter Tränen um den begehrten Platz direkt auf meinem Schoß. Dann ist füttern und umziehen eine wahre Herausforderung, die man fast nicht meistern kann 😊

Die Babys sind, wenn wir morgens kommen in der Regel schon mit Frühstück fertig und es geht los mit Windeln wechseln, anziehen, Spielen oder spazieren gehen. Oder mit den älteren Kindern in den Musikunterricht oder Schule.

Mittags bekommen wir im Babyhaus Mittagessen (was in jedem Fall einheimisches Essen ist: Maisbrei, Bohnen, Reis, Obst 😊).

Dann haben wir bis ca. 4 Uhr Ruhe, da die Kids Mittagsschlaf machen. Ich manchmal auch. Aber im Moment plane ich hier meinen Suahelisprachkurs bwz muss ich fahren üben (in riesen Vans ☹. Unbefestigte Straßen, riesen Schlaglöcher, Linksverkehr, viele Motorräder und Zeug auf den Straßen.  ich will ja nicht jammern, aber das bereitet mir noch etwas Sorgen. Aber da ich für dieses Mütterprogramm viel zu den Mamas nach Hause fahren soll führt kein Weg daran vorbei, dass ich fahren kann.

Nach der Mittagsruhe geht’s nochmal los mit Spielen, Buch vorlesen, Essen, Windeln wechseln, baden bis wir um 7 Uhr fertig sind (mit den Babies und den Nerven). Aber ich liebe diese letzte Stunde, in der sie alle nochmal gewaschen und in Kuschelpyjamas gepackt werden. Ein Mini Müh an Zeit, in der sie so schön sauber und kuschelig sind 😊

Und dann stecken wir alle in ihre Bettchen und verabschieden uns. Ich stehe nochmal wenn ich kann an jedes Bettchen und sage Gute Nacht. Die kleinen sind so bezaubernd. Einer der Volunteers sagte die Tage „ sie berühren einfach Dein Herz“. Und das kann ich nur bestätigen. Diese meist klebrigen Patschehände, die sich in meine Hand schieben, das bezaubernde Lächeln(trotz Rotznase), wenn sie sich an einen Kuscheln oder wenn sie mich von weitem sehen und meinen Namen rufen: das alles berührt mein Herz.

Und ich wünsche jedem von Euch so einen Moment im Leben, in dem das passiert. Ein Moment puren Glückes!

Heute also glückliche Grüße aus dem Neema Village!

Eure Mariya

2 Gedanken zu „15. Oktober – Alltag im Neema Village…“

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