Leben verändern in Tansania

Im September 2017 habe ich mir nach über 20 Jahren Tätigkeit in einer Bank ein ehrenamtliches Entwicklungsprojekt in Tansania geschenkt. Zunächst für ein Jahr. Nun sind mehr als zwei Jahre um 🙂 das Geschenk an mich ist so gut angekommen, dass ich mich nicht mehr von trennen möchte.

Ich pendle im 3-monatigen Rhythmus zwischen Deutschland und Tansania hin und her um für das neue Projekt Spenden zu sammeln und parallel mein eigenes Geld zu verdienen, um meine Zeit in Tansania, die weiterhin unentgeltlich ist, zu finanzieren. Das mag etwas verrückt klingen, doch ich kann mir derzeit kein Leben ausschließlich in Deutschland vorstellen. Es gibt so viel zu tun in Tansania. So viele arme Menschen. So ein großer Unterschied, ob man hier oder dort geboren ist. Und letztendlich hat es keiner verdient. Weder das sichere und entwickelte Umfeld noch das haben von Nichts. Ausgleich möchte ich schaffen – das ist mein Herzensprojekt.

Und so heißt eines der neuen Projekte auch:

„hearts for families“

Ich weiß nicht ob Ihr gewusst habt, dass in den ländlichen Gegenden von Tansania die Mehrheit der Menschen in armseligen Lehmhütten lebt. Oma, Mama, Kinder leben nicht selten gemeinsam mit der Ziege unter einem Dach. Die Kinder sind in ihrer Entwicklung sehr stark beeinträchtigt und oft unterernährt, weil das Einkommen der Familie nur für eine Mahlzeit am Tag ausreicht.

Ich besuche solche Familien und helfe, sie mit Nahrung und Wasser zu versorgen und die Wohnsituation zu prüfen. Zuhören, Hände halten, gemeinsam Lösungen finden, mit denen sich diese kleinen Familien kurz- und mittelfristig selbst versorgen können. Man kann es sich kaum vorstellen, bis man mal selber hier ist. Kaum vorstellen, wie klein so eine Hütte/Zimmer sein kann, in dem ganze Familien leben. Wie es im Sommer zu heiß und in der Regenzeit tropfnass ist und trotzdem Menschen, diese Familien, da drin leben. Kein Wasser (schon gar kein sauberes) und kein Strom. So vieles, was bei uns selbstverständlich ist, gibt es hier nicht mal Ansatzweise.

Ein weiteres Projekt:

„Nähschulen in Tansania“

Es ging mit einer Schule für die Mütter im Neema Village los. Mittlerweile haben wir auch eine Nähschule in Jane Olevolo´s Waisenhaus und zwei kleine in Monduli und in der Nähe von Babati. Immer mit dem Ziel, die älteren Kinder und die Mamas stark zu machen. Ihnen etwas beizubringen, mit dem sie zu dem Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen können. Danke schön an A&R Textil aus Neukirch, die einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung der Schulen leisten!

Danke für Eure Unterstützung! Unterstützung, um Leben zu verändern. Leben in Tansania und Leben in Deutschland.

Liebe Grüße – Eure Mariya